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Pflegeheime besser in die Gesellschaft integrieren

Köln/Solingen In der Altenpflege müssen dringend neue Konzepte umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels fordert das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA), sich dabei stärker auf die Quartiersentwicklung zu fokussieren. Hierzu braucht es auch eine neue Generation der Alten- und Pflegeheime.

„Die KDA-Quartiershäuser leisten an dieser Stelle einen wesentlichen und innovativen Beitrag“, erklärt Dr. Peter Michell-Auli, Geschäftsführer des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Sie sorgen nach dem Prinzip „Leben in der Öffentlichkeit“ dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiershäuser mit ihren früheren Nachbarn und ihrer gewohnten Umgebung in Kontakt bleiben.

„Das erhöht die Lebensqualität nicht nur der Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch der Nachbarn im Quartier. Deren soziale Kontakte bleiben dadurch ebenfalls erhalten“, sagt Christine Sowinski, Leiterin des Bereichs Beratung von Einrichtungen und Diensten.

KDA-Quartiershäuser leisten als Institution des Gemeinwesens einen wesentlichen Beitrag zur Quartiersentwicklung und tragen durch den sozialraumorientierten Versorgungsansatz mit dazu bei, dass Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf länger zu Hause bleiben können. „Ohne die flächendeckende Entwicklung der Strukturen vor Ort ist der demografische Wandel finanziell nicht zu bewältigen und birgt die Gefahr, dass zu Lösungen gegriffen werden muss, die nicht die Bedarfe der Menschen abbilden. Jetzt müssen entsprechende Weichen gestellt werden!“, so Michell-Auli.

Das KDA hat zum Thema das Policy Paper „Quartiersentwicklung – Ziele, Verantwort-lichkeiten und politischer Handlungsbedarf“ veröffentlicht.

Geschrieben von am 08.09.2011.