Anzeige

Überschuss im Überfluss

Solingen/ Mit weitaus mehr als 3 Milliarden Euro Überschuss im Geschäftsjahr 2011 platzen die Krankenkassen beinahe vor einer prallen Finanzkraft. Basierend auf der guten Finanzlage kündigten einige Krankenkassen an, den geplanten Zusatzbeitrag wieder abzuschaffen. Eine Rückzahlung für die zahlenden Versicherten ist jedoch nicht geplant.

Die AOK meldete einen Saldo von 1,38 Milliarden Euro, die Ersatzkassen rechnen mit 1,7 Milliarden Euro ab und die Technikerkasse freut sich über ein sattes Plus von 745 Millionen. Die Barmer lag sogar bei einem Überschuss von 411 Millionen Euro. Von Not also keine Spur weit und breit.
Einige Sozialverbände und Interessenvertretungen der Versicherten mahnten eine einmalige Ausschüttung an. Auch bei einem einmaligen kleinen Betrag wäre dies für Gruppen wie allein Erziehende oder Rentner ein kleiner aber warmer Segen. Unsere Zeitung wollte wissen, wie die Kassen vor Ort über eine Rückzahlung aus Überschüssen an ihre treuen Beitragszahler denkt.

Thorsten Jakob von der BARMER GEK:“Wir stehen für Stabilität und möchten unseren Versicherten keinen Beitragszickzack zumuten.“

Für die IKK classic teilte uns Herr Michael Förstermann mit:“Eine Auszahlung von Prämien sieht die IKK classic derzeit nicht vor…hierbei spielen die Erfordernisse einer vorausschauenden, soliden Finanzplanung…eine Rolle.“

Und Andre Maßmann von der AOK hat Bedenken, dass durch den ganzen Verwaltungsaufwand nur 50 Euro Rückzahlung pro Mitglied übrig bleiben. Auch hätten viele Mitglieder geäußert, dass man doch die Überschüsse „auf die Seite“ legen soll.

Geschrieben von am 25.02.2012.