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Ein würdiger Abschluss für eine großartige Konzertreihe

Solingen/ Rund 100 Jazzfreunde waren gestern zum großen Abschluss der fünfteiligen Konzertreihe „Swinging Forsthaus“, in die Räumlichkeiten der Firma Forst, auf die Krahenhöhe gekommen.

Geboten wurde ein buntes Programm aus allen Epochen des Jazz. Regionale- und Weltklassekünstler gaben sich ein Stelldichein. Den Auftakt machte die Band „Jazz im Ohr“, aus Wuppertal. Mit Klassikern wie „Fly me to the Moon“ des Songtexters Bart Howard, aus dem Jahre 1954, sorgten die Wuppertaler Musiker für eine ausgelassene Jazzatmosphäre.

Kontrastreicher geht es nicht

Ein Programm der ganz anderen Art machte Jens Filser und Roy Herrington alias „Two Blue Dudes“. Unplugged rockten die beiden Musiker buchstäblich die Hütte und sorgten mit ihren extravaganten Einlagen auf den beiden Akustik-Gitarren für ordentlich Stimmung. Auch wenn die Richtung der Beiden weniger dem Jazz, als eher dem Blues entspringt, tat das dem bis dahin gelungenen Abend keinen Abbruch.

Ganz anders hingegen die Band „Swingerclub“, die auf Jens Filser und Roy Herrington folgte. „Es war fast ein Kulturschock“, kommentierte ein Gast des Abends den ersten Song, den die Band spielte. Das Trio, welches mit Bass, Hammond und Schlagzeug aufwartete, spielt moderne Songs und „jazzt“ sie ein. Der erste Song „Highway to Hell“ sorgte dementsprechend für befremden. Eine, bei den regelmäßigen Besuchern des Forsthauses, bis dahin völlig unbekannte Variante des Jazz.

Das die drei Musiker jedoch wissen was sie machen bewiesen sie spätestens bei „Lucifer von Alan Parsons Projekt“, welches die drei Musiker um den Dick Brave Drummer Martell Beigang gekonnt in Szene setzten.

Für einen Würdigen Abschluss der Konzertreihe 2011/2012 sorgte dann, am fortgeschrittenen Abend, Deborah Woodson. Die gebürtige Amerikanerin startete bereits im zarten Alter von 2 Jahren ihre gesangliche Karriere. Als Tochter eines Baptistenpredigers, wie könnte es anders sein, mit Gospelmusik. Das war ihrer Stimme auch deutlich anzuhören. Mit einer unglaublichen Stimme sang sie Lieder der erst letztes Jahr verstorbenen Amy Winehouse. Auch die Interpretation von Gloria Gaynors „I will survive“ hatte durchaus Weltklasseniveau.

Gegen Mitternacht endete schließlich die Veranstaltung, von der man hoffen darf, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Geschrieben von am 04.03.2012.