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Die Nacht der Musicals – Solingen tanzte den „Time Warp“

Solingen/ „Thank you for the Music“ dürften sich die Besucher des nahezu ausverkauften Solinger Theaters am Dienstagabend nach der Nacht der Musicals gedacht haben.

Bild: Michael Kniese

In der zweineinhalbstündigen Show „Die Nacht der Musicals“ präsentierten international gefeierte Musicaldarsteller und Gastsolisten einen bombastischen Querschnitt durch die bekanntesten Musicals der letzten Jahrzehnte.

Mit mittlerweile Millionen Zuschauern avancierte diese Show zur erfolgreichsten Musicalgala Europas und setzte im Showbereich neue Maßstäbe.

Für den düster-nebligen Einstieg sorgte Graf Krolok (Tim Reichwein) aus „Tanz der Vampire“ und eröffnete den Abend mit des Grafen charakteristischer Ballade „Die unstillbare Gier“ und mit gruftig-staubiger Unterstützung anderer Nachtgestalten „Carpe Noctem“. Die Nacht wurde genutzt: umrahmt von acht Tänzerinnen und Tänzern sangen die vier Solisten das Publikum in ihren Bann.

Bild: Michael Kniese

Beseelte Balladen (beispielsweise das allseits bekannte „Memories“ aus „Cats“, das eingängige Stück de la senora Evita Perón „Don´t cry for me Argentina“ aus „Evita“, „Can you fell the love tonight“ aus dem „König der Löwen“), jazzige Nummern aus „Cabaret“ und klassische Momente aus „Elisabeth“ sorgten für eine rundum schöne Veranstaltung.
Für Gänsehautmomente wurde ebenso gesorgt mit „This is the Moment“ (Jekyyl& Hyde) und natürlich mit dem Klassiker „Phantom of the Opera“. Hier ein gesanglich großartiger Einsatz von Brita A. Halder, die als Christine das eindrucksvolle Finale des Stücks mit ihrer wunderbaren Stimme erklomm.

Schrill, bunt, düster, rockig, cool. Beeindruckend, wie alle Darsteller mal in diesen, mal in jenen Rollen und auch Gesangsstilen zu hören waren. So zeigte die Sängerin Fawn Arnold bei den fetzigen Nummern von „We will rock you“, „Sister Act“ und „Mamma Mia“, dass sie nebst ihrer samtigen Stimme, eine wahre Rockröhre besitzt.

Bild: Michael Kniese

Auch die Lachmuskeln des Publikums kamen durch den den fulminanten Auftritt von Stefan Poslovski nicht zu kurz: Eben noch als Tarzan, dann mit coolem Habitus als Falco, und am Höhepunkt des Abends als „Sweet transvestite“ aus der „Rocky Horror Picture Show“. Mit 15 cm Absätzen, schaffte dieser es, sich von 2 Herren („…am unteren Schulterblatt…“) von der Bühne heben zu lassen, die Reihen in seinem „Sweet Dress“ entlang zu schreiten, um mal mit diesem und jenem Besucher zu flirten.

Nach Standing Ovations nutzten die Darsteller die Gunst des bereits stehenden Saals und somit wurde mit „Let’s do the time warp again“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ die abschließende Krönung des Abends erreicht: zum Finale tanzte und sang das gesamte Publikum den Time Warp. Ein wunderbarer Abschluss für diesen berauschenden Abend.

Let´s do the time warp again!

Geschrieben von am 14.03.2012.