Nicht herum trödeln, die Zeit läuft

Peter Nied

Ein Kommentar von Peter Nied

Unser Zöppkesmarkt ist nicht nur in die Jahre gekommen, er ist auch wieder heftig im Gespräch. Aus diesem Grund braucht der Patient keine Ruhe, er muss schnellstens reanimiert werden.

Jetzt in polemische Lagerpolitik und Schuldaufrechnungen zu verfallen, wäre der typische Solinger Weg aber keinesfalls die Lösung. Der Zöppkesmarkrt hat an Fläche verloren, die Aktiven der ersten Stunde wurden längst abgelöst und das eigentliche Konzept funktioniert nicht mehr so richtig. Das heißt nicht, dass es falsch ist. Es müssen neue Ideen her, es gibt ja auch zu großen Teilen ein neues oder verändertes Publikum. Die Ansprüche der Besucher haben sich geändert. Es war auch noch nie ein eigenes Solinger Fest. Folglich müssen wir über die Stadtgrenzen hinaus denken, planen und handeln.

Da darf man doch Mitbürger, die Engagement zeigen, nicht verprellen. Der neue aber gemeinsame Weg – Veranstalter und Förderverein – wird dem Zöppkesmarkt gut stehen. Denn: Ein Argument zieht wirklich nicht, nämlich, dass es keinen Trödel mehr gibt. Der Trödel in Vohwinkel, Haan und der Gänseliesel Markt in Monheim, wo jeweils keine Profis teilnehmen, hat Trödel in Fülle zu bieten.

Da ist die Trödelwelt noch in Ordnung. Warum sollte das bei uns in Solingen nicht auch wieder möglich sein. Lasst doch die „Neuen“ mal ran und nehmt selbst aktiv teil, dann klappt`s auch wieder mit dem Trödel.

Erstellt von am 24 04 2012. Publiziert unter Meinung. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

2 Kommentare Für “Nicht herum trödeln, die Zeit läuft”

  1. M.Friedrichs

    Ein zur Abwechslung recht gelungener Kommentar, aber inhaltlich auch nicht so ganz richtig:
    Der Veranstalter hat ja nicht behauptet, es gäbe keine Trödler, sondern, dass nicht mehr so viele kämen -u.a. wegen der anderen Trödlermärkte. Das ist dann doch etwas anderes.
    Nach wie vor ist mir auch unklar, woher abgeleitet wird, dass der Markt “nicht funktioniert”, wenn er doch fast jedes Jahr so voll besucht ist, dass man dort kaum laufen kann..?
    Aber das Fazit ist klug gewählt: “Selbst aktiv am Trödeln teilnehmen”.
    Das sollte zum Motto werden.

  2. Friedhelm Klein

    Moment: Was hat denn der Zöppkesmarkt mit Trödel zu tun? Hat man je gehört, daß Zöppker gebraucht verkauft werden? Gab es auf dem allerersten Zöpp Trödel? Zweimal nein! Ich kann dieses gebetsmühlenartig wiederholte Argument, daß der Trödel auf dem Zöpp zu kurz käme und deswegen alles schlecht sei, wirklich nicht mehr hören bzw. lesen. Erstens: Wer sagt denn, daß die Leute zum Trödelkaufen kommen? Zweitens: Wer bitte finanziert denn den Markt mit viel höheren Standgeldern (und darf auch noch Steuern zahlen)? Die Neuwarenhändler und Gastrostände. Drittens: Wieviel vom angebotenen Trödel ist einfach nur wertloser Müll und fliegt auch anschließend, wenn unverkauft, auf denselben? Das wirkliche Problem ist, daß wir mehrheitlich über den Zöppkesmarkt laufen, um uns bespaßen zu lassen und schon etwas gaaanz Tolles kommen muß, daß wir das Portemonnaie rausholen. Der Zöpp ist Spiegelbild unseres Konsumverhaltens und deshalb genau der Markt, den wir verdienen. Übrigens gibt es sicher genügend Straßenfeste ohne Trödelangebot, wo die Welt noch in Ordnung ist…

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