Heimat – Zukunft – Kooperation Bergische Ausstellungswoche
Solingen/ Im Forum Produktdesign findet diese Woche die Bergische Ausstellung „Heimat.Zukunft.Kooperation” statt.
Die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) knüpft damit an die Regionale 2006 und die Reihe „Lebendige Unternehmenskultur“ an, die seinerzeit das Ziel hatte, das vielfältige Engagement und den Ideenreichtum des Bergischen in den Vordergrund zu stellen. „Innovationskraft ist die Schlüsselgröße für die Wirtschaftsentwicklung einer Region“, so BEA-Geschäftsführer Bodo Middeldorf in seiner Begrüßung. Die Anstrengungen, die die Region unternimmt, um Unternehmen in diesem Bereich zu unterstützen, wird noch für den Rest der Woche gebündelt gezeigt werden. InnoIntegral, Fachwerk, Bergischer ThinkTank und dreipunktnull sind die Projekte, die hier eingebunden sind und mit denen es gelungen ist, Fördergelder in die Region zu holen, um den Mittelstand zu stärken.
Die Ausstellung zeigt passend dazu 38 bergische Innovationen von Unternehmen und Institutionen – und zwar die gesamte Bandbreite: von fertigen Produkten über Projekte, Prozesse und Initiativen.
Den Ausstellungskatalog dazu konnten sich die Gäste ganz individuell und selbst zusammenstellen. Zudem gibt es in der Ausstellung auch Hörstationen mit interessanten Statements der Ideenfinder. „Vor allem möchten wir auch die Menschen zeigen, die hinter diesen Innovationen stecken“, so Middeldorf. Und so wurden sie einzeln vorgestellt und für ihr Engagement ausgezeichnet. Die Auszeichnung in Form eines Holzblöckchens mit geprägter Messingmünze („Heimat. Zukunft.Kooperation“) ist übrigens ein echtes Stück einer Treppe aus einem alten Remscheider Unternehmen – Tradition innovativ umgesetzt durch den Solinger Künstler Peter Amann.
Vom Vergessen und der Innovationskraft von Mitarbeitern
Dem Thema Innovation näherten sich die beiden Referenten – Holger Bramsiepe, Geschäftsführer der Design- und Kommunikationsagentur „Vistapark“ sowie Bettina Hoppmann, Corporate Key Account bei 3M – auf ganz unterschiedliche Weise. Bei Bramsiepe ging es vor allem um den Prozess: Trends erkennen, innovieren und zwar am erfolgreichsten in Kooperationen, vielleicht auch mal in unüblichen Konstellationen, um übermorgen nachhaltig erfolgreich zu sein. Die Grundlage aller Innovationsprozesse? „Vergessen“, so Bramsiepe und übersetzt dies mit Befreiung von allen alten und eingefahrenen Denkmustern.
Bettina Hoppmann stellte den Menschen in den Vordergrund, „denn die machen die Innovationen“. Sie führte an, was Mitarbeiter brauchen, um innovativ zu sein, nämlich Freiraum, Mut und Risikobereitschaft durch Eigenverantwortung, Leidenschaft, Förderung von Talenten, Fehlertoleranz, Regeln, Gemeinsamkeit, Anerkennung, Beteiligung und klar formulierte Ziele. Ein klar formuliertes Ziel gab auch Oberbürgermeister Norbert Feith als Vorsitzender der BEA-Gesellschafter aus. Die Bergische Entwicklungsagentur sei nicht nur „nice to have“, sondern die Klammer der Region für viele Bereiche. „Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Arbeit auch bis mindestens Ende dieses Jahrzehnts fortgesetzt wird.“ Mit der Ausstellungs- und Veranstaltungswoche mache man einmal mehr den bergischen Ideenreichtum sichtbar, „diesen müssen wir als bergische Ressource ausnutzen.“
Die Ausstellung ist noch für den Rest der Woche jeweils ab 12 Uhr geöffnet. Zu den Veranstaltungen ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich: anmeldung@bergische-agentur.de.
Das komplette Programm findet sich auch unter www.bergische-agentur.de.












