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Zöppkesmarkt: Es bleibt alles wie es ist

Solingen/ Wie die Stadt Solingen heute mitteilte, beabsichtigt die Stadtverwaltung, der Arbeitsgemeinschaft Reise & Markt Solingen um Klaus-Jürgen Schürg und Frank Decker die Genehmigung zur Ausrichtung des Zöppkesmarktes 2012 zu erteilen.

Bild: Michael Kniese

Im Rahmen einer „Gesamtabwägung“, teilt die Stadt mit, war zu berücksichtigen, welcher Bewerber „hinsichtlich der kurzen Vorbereitungsdauer von vier Monaten am sichersten und störungsfreiesten eine derartige „Großveranstaltung“ durchführen“ könne. Da die ARGE seit über 20 Jahren das Volksfest in der Solinger Innenstadt organisiere, auch unter den Bedingungen verstärkter Sicherheitsbestimmungen seit 2010, werde die Stadt ihr die Festsetzung erteilen.

Die ARGE hatte am 14. Februar beim Ordnungsamt der Stadt einen Antrag auf „Festsetzung einer Veranstaltung“ eingereicht. Seit dem 17. April lag ein weiterer Antrag der Mitbewerber Tim Kurzbach und Falk Dornseifer vor, denen die Stadt jetzt im Rahmen der vorgeschriebenen „Anhörung“ Gelegenheit zu einer schriftlichen Stellungnahme gibt. Eine Vorentscheidung für Folgejahre ist mit der Absage nicht verbunden.

Oberbürgermeister Norbert Feith bedauert es, dass die erhoffte Zusammenarbeit der Bewerber nicht zustande gekommen ist. Auch wenn ihr Antrag in diesem Jahr nicht zum Zuge kommen konnte, dankt der Oberbürgermeister den beiden „newcomern“ Dornseifer und Kurzbach für ihr Engagement: „Sie haben mit ihrer Bewerbung wichtige Impulse für eine Erneuerung des Marktes gegeben: Der Stellenwert der ehrenamtlichen Teilnehmer muss deutlich sichtbarer werden.
Es ist das gemeinsame Ziel aller, den Zöppkesmarkt als lebendige Veranstaltung für die Solinger und ihre Vereine zu gestalten. Wir sollten deshalb jetzt nach vorn schauen und gemeinsam dafür Sorge tragen, dass auch der Zöppkesmarkt 2012 ein Erfolg für Solingen wird.“

Mit der Entscheidung für die ARGE folgt die Stadt der Empfehlung von Rechtsdezernent und Rechtsamt, die insbesondere für das Jahr 2012 Gründe des
„Vertrauensschutzes“ zugunsten einer Entscheidung für die ARGE dargelegt hatten. So habe sie sich unmittelbar nach dem Zöppkesmarkt 2011 offen für Kritikgespräche mit Wirtschaftsförderung und Oberbürgermeister zur Verbesserung des Markts gezeigt und die städtischen Forderungen in ihrem aktuellen Konzept umgesetzt. Hierdurch sei „eine berechtigte Erwartungshaltung“ der ARGE entstanden, die die Stadt bei ihrerEntscheidung zu berücksichtigen habe. Ordnungsdezernent Robert Krumbein: „Wir können es uns nicht leisten, eine Entscheidung zu treffen, die in kurzer Zeit vor Gericht wieder gekippt wird.“

Für die Zukunft schlagen die städtischen Juristen die öffentliche Vergabe einer „Dienstleistungskonzession“ für den Markt vor. Bei diesem transparenten und gerichtlich akzeptierten Verfahren publiziert die Stadt öffentlich und frühzeitig die Ausschreibungsbedingungen, Zulassungsvoraussetzungen und Anforderungskriterien, die auf jeden Fall erfüllt sein müssen, um eine positive Entscheidung der Stadt für die Durchführung des Marktes zu erhalten.

Robert Krumbein: „Die Stadt geht damit nach vielen Jahren erstmals dazu über, das Verfahren zu ordnen und wird das noch in diesem Jahr auf den Weg bringen.“

Geschrieben von am 02.05.2012.

2 Kommentare Zöppkesmarkt: Es bleibt alles wie es ist

  1. Hans L.

    02/05/2012 bei 20:21

    Zöppkesmarkt: Es bleibt alles wie es ist… Hahahahaha, ja genau..
    Tolle Überschrift! Da kann man wieder sehen, was wir hier in Solingen für eine eingeschlafene Politik haben, wer diese Politiker hier Wählt, schläft genauso
    Ich kann nur noch eins zu dieser Veranstaltung sagen…SCHROTT, nichts als SCHROTT, wer geht denn noch zu dieser Veranstaltung?? nur noch Saufbuden, Fressbuden, Neuware ab und an mal ein wenig Trödel, Schausteller gar-nicht mehr…Das was der Zöppkesmarkt mal war, ist es schon ewig nicht mehr, und jetzt kommt mal jemand, der den alten Flair mal wieder aufleben möchte, und was Passiert??? Abgewürgt werden die.
    Ich lasse mich lieber nicht, über unsere jetzigen Regierenden Politiker hier in Solingen aus, wenn ich es machen würde, würde ich 20 Jahre Knast bekommen.
    Ich habe es mir seit Jahren angewöhnt, zu dem Zeitpunkt, in den Urlaub zu Fahren, da habe ich mehr von, als mir diesen schwachsinnigen Zöppkesmarkt, anzutun…….

  2. Magda

    03/05/2012 bei 08:21

    Die Entscheidung der Stadt ist (leider) nachvollziehbar. Aufgrund der Kürze der Zeit, der Tatsache, dass schon viele Anmeldungen vorliegen und dass die Arge sich – verständlicherweise – auf die Ausrichtung des Zöppkesmarktes in diesem Jahr eingerichtet hat, konnte gar nicht anders entschieden werden.

    So kann man sich nur wünschen, dass die Arge jetzt die Gelegenheit nutzt und zeigt, dass sie einen Zöppkesmarkt organisieren kann, der von den Solingern angenommen wird. Wenn sich jetzt nichts ändert gegenüber den letzten Jahren, wird man sie in der Luft zerreissen. Und dann bleibt nur die Hoffnung, dass Kurzbach und Dornseifer noch Gewehr bei Fuß stehen, um den “Zöpp” im nächsten Jahr zu organisieren.

    Ich gehe auf jeden Fall zum Zöppkesmarkt, um mir ein eigenes Bild zu machen.
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