Lauterjung (SPD): „Das Zaudern des OB hat nur geschadet“

Soingen/ „Die neuen Bewerber für den Zöppkesmarkt und ihre zahlreichen Unterstützer in den Vereinen sind ganz offensichtlich vom Rathaus hingehalten worden“, ärgert sich SPD-Fraktionsvorsitzen-der Ernst Lauterjung über den Stil der gestern publik gemachten Entscheidung des Oberbürgermeisters, der Arge Decker/Schürg auch diesmal die Ausrichtung der Traditionsveranstaltung zu übertragen:

Ernst Lauterjung

„Denn die Begründung, die jetzt als juristisch zwingend geschildert wird, hätte so doch auch schon im Januar gelten müssen.“ Stattdessen seien die neuen Bewerber Falk Dornseifer und Tim Kurzbach über Monate gelobt und zu umfangreichen Konzepten motiviert worden.

„Einmal mehr war es Norbert Feith offenbar unangenehm, in einer wichtigen Frage eine Entscheidung zu treffen. Nicht zuletzt durch die daraus resultierende öffentliche Schlammschlacht hat das Zaudern des OB allen nur geschadet“, sagt Lauterjung. „Dass die beiden neuen Bewerber zudem erst aus der Presse von der Ablehnung erfahren haben, ist erneut ein trauriger Beweis für das Stilproblem im Rathaus.“ Jeder habe nach solch langen Gesprächen über das Thema vorab einen Anruf aus dem Rathaus erwartet.

„Zumindest aber, dass man als Betroffener den Bescheid etwas früher bekommt als die Presse.“ Damit sich diese Situation nicht wiederholen kann, beantragt die SPD-Fraktion für die Sitzung des Haupt- und Personalausschusses am 22. Mai einen Beschluss: „Das angekündigte Vergabeverfahren für 2013 muss rechtzeitig vor diesen Sommerferien gestartet werden, so dass die Ausrichter schon vor dem Zöppkesmarkt im Herbst feststehen“, sagt Lauterjung.

„So besteht auch für die Teilnehmer Klarheit, bei wem sie sich an diesem Wochenende wegen des kommenden Jahres melden können.“ Außerdem will die SPD, dass Beratung und Entscheidung wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Zöppkesmarkts für Solingen im Kulturausschuss laufen sollen, der auch für Stadtmarketing zuständig ist. „Das befreit das Rathaus auch endgültig von allen wüsten Gerüchten, es gebe Kungeleien mit den Veranstaltern.“

Erstellt von am 03 05 2012. Publiziert unter Politik. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

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