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Neues Ambiente im ambulanten OP Zentrum

Solingen/ Das Ambulante Operationszentrum (AOZ) im Klinikum empfängt Patientinnen und Patienten im neuen Ambiente. Nach Umbau ist ein großzügiger und freundlicher Wartebereich entstanden, in dem Erwachsene wie Kinder in angenehmer Atmosphäre die Zeit vor der Behandlung verbringen können. Für Ablenkung sorgen Bilder der Solinger Künstlerin Marie Fenske. “Kunst – bitte anfassen”, lautet die Aufforderung an die Betrachter, die kleinformatigen Gemälde zu Eigenkompositionen neu zu platzieren. Für die kleinen Besucher wurde darüber hinaus eine helle Spielecke eingerichtet.

Das AOZ ist für viele Solingerinnen und Solinger, darunter oft Kinder, die erste Stelle, an der sie mit dem Klinikum in Kontakt kommen. Zahlreiche Operationen – in der Allgemein- und Unfallchirurgie, aber auch in der HNO, Gynäkologie und Urologie – erfordern heutzutage keinen stationären Aufenthalt mehr. Die Empfehlung der Ärzte für Patienten, die keine komplexen Krankheitsbilder aufweisen, heißt daher: “Morgens zur OP, nachmittags nach Hause”. Dabei kommt den Betroffenen, die sich im AOZ einem Eingriff unterziehen, die Expertise des Klinikums im vollen Umfang zu Gute. Ein eingespieltes Spezialistenteam leistet eine Rundum-Versorgung aus Aufklärung, Auswahl des individuellen Narkoseverfahrens, OP und schmerztherapeutischer Nachbetreuung. Zwei OP-Säle mit modernster medizintechnischer Ausstattung stehen zur Verfügung. Ein weiteres Plus: Im Risikofall bedeutet der schnelle Zugriff auf das Potential des Klinikums eine zusätzliche Sicherheit. Die Spezialabteilungen bis hin zur Intensivmedizin können im Notfall auf kurzem Weg sofort erreicht werden.

1994 gestartet und 2009 an den gegenwärtigen Standort umgezogen, zählt das AOZ zu einer der ersten Einrichtungen für ambulante Operationen deutschlandweit. Professor Dr. Thomas Standl, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Operative Intensivmedizin und Palliativmedizin, dem das AOZ unterstellt ist, forcierte die in Solingen unter seinem Vorgänger Prof. Busse Anfang der 1990er Jahre entstandene Idee einer operativen Tagesklinik.
Sein Interesse gilt seitdem nicht zuletzt der Professionalisierung dieses Fachbereiches. Zusammen mit dem niedergelassenen Anästhesiekollegen Dr. Christoph Lussi gibt Professor Dr. Standl das Lehrbuch ‚Ambulantes Operieren” heraus. Das einzige deutschsprachige Standardwerk erscheint in diesen Tagen bereits in der zweiten Auflage.

Das Thema Ambulantes Operieren gewinnt aus vielerlei Gründen immer mehr an Bedeutung. Zum einen sind es die immer sichereren medizinischen Verfahren, die diese Alternative fördern. Zum anderen trägt der Kostendruck im Gesundheitswesen zu steigenden Behandlungszahlen im ambulanten Bereich bei. Mittlerweile werden im Klinikum rund 3.000 Operationen und Eingriffe pro Jahr ambulant durchgeführt.

Erstellt von am 05 06 2012. Publiziert unter Gesundheit. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

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