Gegen knappe Kasse: „Sponsorenlauf“ und „Kunststücke“ an der Realschule Vogelsang

Solingen/ Am 15. Juni um 14 Uhr findet an der Realschule Vogelsang erneut ein “Sponsorenlauf” statt. Eigentlich könnte diese Meldung, nach Nennung der Gründe für diesen Sponsorenlauf hier enden – journalistisch-objektiv als Veranstaltungsmeldung. Dies würde allerdings der Sache nicht gerecht.

Allerorten vernimmt man: Computer für Schulen! Bildung für alle! Nicht zu vergessen: Die herrlich nichtssagende Floskel über die „Bildungsrepublik Deutschland!“ Meldungen über „marode Klassenzimmer und Schulräume“ sind uns aus den Medien derart geläufig, dass man bereits schnell dazu neigt, Meldungen dieser Art einfach nur noch unter „alltäglich“ abzuheften und just zu vergessen. Unter anderem auch deswegen, da Allgemeinplätze dieser Art zwar sicher gut gemeint sind, aber eben auch: gut gemeint ist nicht immer gut gedacht.

Woher soll als das Geld für solcherlei Ziele kommen? Von lauten Unkenrufen oder wahltaktischer Versprechungen werden die Löcher in den (Schul-)Kassen auch nicht kleiner.

Also müssen die Schüler selbst ran – Selbstinitiative ist gefragt, oder nur ein letzter Ausweg?

In Solingen selbst beschäftigt sich aktuell die Realschule Vogelsang mit der Angelegenheit und hat zum Ziel, in allen Klassenräumen der Schule Computer zu installieren.

Angesichts des oben angesprochenen Problems, also leerer Stadtkassen, ist dieses Vorhaben eben nicht einfach umzusetzen. In guter Erinnerung an den Sponsorenlauf im Jahr 2003 möchte die Schule diese Idee wieder aufgreifen, damit der Schulverein durch zusätzliche Einnahmen diesem Wunsch nachkommen kann.

Die Schülerinnen und Schüler haben sich daher einen oder mehrere Sponsoren gesucht, die ihr Vorhaben finanziell unterstützen.

Der Sponsorenlauf wird am 15. Juni 2012 ab 14 Uhr auf dem Schulgelände stattfinden.

Anschließend finden die diesjährigen „Kunststücke“ in der Aula der Schule statt. Alle Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte sowie Interessierte sind herzlich eingeladen, sich die Kunstausstellung und die Aufführungen der Schüler anzusehen.

Als pars pro toto, ist dieses aktuelle Solinger Schul-Beispiel wohl symptomatisch für das ganze Kultur-und Bildungsdilemma.

Erstellt von am 11 06 2012. Publiziert unter Leben und Familie. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

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