Solinger FDP: Sport ist keine Plattform für Polemik und Populismus

Solingen/ Die FDP-Fraktion warnt davor, den Sport als Plattform für eine von Polemik und Populismus geprägte Diskussion zu missbrauchen.

Im Sportausschuss am Montag Nachmittag wurden die Themen „Stadion“ und „Bäder“ kontrovers diskutiert. Während der bereits beschlossene Verkauf des Stadions am Hermann-Löns-Weg seit einiger Zeit wieder heiß diskutiert worden war, erhitzten sich die Gemüter während der Sitzung auch an einer Preiserhöhung in Höhe von 20 Cent für das Familienbad Vogelsang.

Im erstgenannten Fall wurde (u.a. in der jüngeren Vergangenheit von Bezirksbürgermeister Marc Westkämper) hinterfragt, ob der Verkauf im Sinne des Sports und des Stadtteils vertretbar sei, hinzu kam eine Irritation um die Höhe des Nettoerlöses. Im zweitgenannten Fall wird die Preiserhöhung als Umlage für das nun kostenfreie Föhnen erklärt.Die FDP-Fraktion unterstützt die sachliche und offene Diskussion zwischen den politischen Vertretern sowie der Verwaltung. Sowohl in Hinblick auf die bereits beschlossene Veräußerung des Stadions wie auch die aktuelle Preiserhöhung gab es Argumente, die in einem Diskurs zu Recht ausgetauscht werden sollen – dieses ist bereits geschehen oder geschieht in den Gremien.

Ein Missbrauch der sportpolitischen Diskussion mit z.T. polemischen und populistischen Zügen ist für die Liberalen aber nicht hinnehmbar. Dieses gilt auch für reflexartige Attacken auf die Verwaltung sowie Aussagen, die vorrangig taktischer Natur sind.

Bezogen auf das Stadion wird eine bereits mit sehr breiter Mehrheit beschlossene Entscheidung mit unterschiedlicher Akzentuierung neu aufgerollt. Und auch wenn die nicht unerhebliche Fehlkalkulation der Verwaltung sehr ärgerlich ist, können Politik und Verwaltung die mehrheitlich getragenen Sparanstrengungen nachträglich nicht ad absurdum führen, indem alles in Frage gestellt wird. Eine Preiserhöhung im Familienbad Vogelsang bereitet keine Freude, macht aber vor dem Hintergrund des nun kostenlosen Föhnens durchaus Sinn. Dieses zu dramatisieren, entbehrt jeder Grundlage.

„Die demokratischen Kolleginnen und Kollegen im Sportausschuss und allen anderen Gremien sind in der Pflicht, auf einer sachlichen und seriösen Basis die objektiv besten Entscheidungen zu treffen. Diesen Entscheidungen gehen Diskussionen voraus, die mitunter sehr kontrovers geführt werden. Im öffentlichen Teil der Sitzung und auch außerhalb dessen sollten wir alle der Versuchung widerstehen, dieses als Plattform für eine Show zu nutzen,“ so der sportpolitische Sprecher Volker Klein.

Erstellt von am 20 06 2012. Publiziert unter Politik. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

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