SPD: „Guter Vorstoß, richtige Richtung!“
Solingen/ „Ein wirklich dankenswerter Vorstoß der beiden Alt-Oberbürgermeister – und vor allem auch die richtige Richtung!“ Ernst Lauterjung, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, freut sich über die Initiative von Franz Haug (Solingen, CDU) und Reinhard Ulbrich (Remscheid, SPD), die
gemeinsam mit weiteren Akteuren Perspektiven für die Bergischen Symphoniker aufgezeigt haben: durch eine wirklich enge Kooperation der beiden bergischen Großstädte in Sachen Kultur.
„Damit hat Haug seinem Ruf als ,bergischer Außenminister‘ erneut alle Ehre gemacht“, sagt Lauterjung. „Wir teilen ausdrücklich seine Kritik, dass zu wenig direkt und vertrauensvoll miteinander gesprochen wird. Er nennt es eine Ebene von Sprachlosigkeit und Schriftverkehr – besser kann man es wirklich nicht auf den Punkt bringen.“ Umso entsetzter sei man, dass Oberbürgermeister Feith die neue Initiative heute Morgen in einer Feierstunde vor zahlreichen Gästen aus dem öffentlichen Leben bereits als „dumm und geschwätzig“ gebrandmarkt habe.
Immer wieder hat die SPD-Fraktion in der Vergangenheit dem Solinger OB-Büro mangelnde Kompetenz oder gar Willen zur Kommunikation vorgehalten: nicht nur bei der bergischen Kooperation, sondern auch im Umgang mit Aufsichtsbehörden. Das hatte zuletzt das für Solingen so wichtige Projekt „Zentrum für verfolgte Künste“ verzögert, wenn nicht gar gefährdet.
„Die neue Initiative, durch eine gemeinsame Kulturpolitik eine dauerhafte Perspektive für das gesamte Angebot in unseren Städten zu schaffen, ist der richtige Weg“, sagt Dorothee Daun, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Das ist ja auch unsere Kritik und die der Kollegen aus unserer Gestaltungsmehrheit: Wichtige Alternativen sind bis heute nicht untersucht worden.“ Entsprechende Aufträge an die Verwaltung seien nunmehr seit rund einem Jahr nicht abgearbeitet. „Offenbar gibt es in beiden Rathäusern Stellen, die das nicht wollen“, sagt Daun – „auch wenn das vielleicht unterschiedliche Gründe hat“.
Die SPD-Fraktion kläre derzeit ebenfalls neue Chancen, die Bergischen Symphoniker und das gesamte Kulturangebot dauerhaft zu sichern und attraktiv zu halten. „Denn es geht ja nicht nur um eine ad-hoc-Rettung.“ Daun: „Wir suchen dazu aber zunächst den intensiven Austausch mit dem Orchester.












