Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion
Solingen/ Am kommenden Samstag, den 30. Juni, findet in der Zeit von 11-13:30 Uhr, in der Hauptschule Central, eine Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion statt. Organisiert wurde die Veranstaltung durch die Solinger Schulpflegschaft, anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens.Auch Politiker werden mitreden, unter anderem: Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule in NRW, Bürgermeisterin Rita Pickardt und Stadtdirektor Hoferichter. „Wir denken weiter als eine Legislaturperiode und wollen Einfluss nehmen“ – das hatte sich die Stadtschulpflegschaft bei ihrer Gründung am 12. Juni 1997 in der Friedrich-Albert- Lange-Gesamtschule auf ihre Fahnen geschrieben. Eine zentrale Elternvertretung für alle Solinger Schulen und ein Ansprechpartner
für Politik und Verwaltung, das ist die Stadtschulpflegschaft heute.
Zu ihrem 15-jährigen Bestehen widmet sie sich in einer Podiumsdiskussion den beiden auch für Solingen zentralen zukünftigen Themen Sekundarschule und Inklusion. Die Bundesrepublik hat sich im März 2009 durch die Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu einem inklusiven Bildungssystem entschieden. Der Weg dorthin ist ein langer Prozess, in welchen alle an Schule Beteiligten integriert werden müssen. Am 20. Oktober 2011 wurde durch das 6. Schulrechtsänderungsgesetz die Sekundarschule als neue Schulform neben den bereits bestehenden der Sekundarstufe I beschlossen.
Seitdem wird in NRW und auch in Solingen darüber diskutiert, ob diese Schulform eingerichtet werden soll. Wie kann die Inklusion in den weiterführenden Schulen
in Solingen umgesetzt werden, welche Ängste und welche Hoffnungen zeigen sich bei Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern, welche Probleme und welche Hemmnisse stehen einer Realisierung noch im Wege und wie finden Eltern, Kinder, Lehrer/-innen, Schulverwaltung und Politik einen für alle gemeinsamen Weg?
Welche Alternativen zur Sekundarschule sind denkbar? Das sind Fragen, auf deren Beantwortung Eltern warten, so die Stadtschulpflegschaft. .













Sehr geehrte Rdaktion,
das Wort Inklusion hört sich an wie eine schwere Krankheit und ist es für mich auch. Da sind mal wieder die “Gutmenschen” vom Schreibtisch die eine Idee haben und nicht die Praxis kennen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, ich bin nicht gegen “Inklusion”, aber sie hat Grenzen ,die ausgesorochen werden dürfen und zu weiterer Aussortierung führen. Auch sollte es nicht global Inklusion heißen, sondern individuelle Inklusion.
Ich schreibe dies als Pädagogin und Mutter einer schwerstbehinderten 37jährigen Tochter die in einer Einrichtung lebt. Was ich dort an Inklusion erlebe ist absolut lachhaft und eher als Zwangsinklusion zu bezeichnen.
Beispiel: Bisher hatte meine Tochter ein Sparbuch auf welches ihr Taschengeld eingezahlt wurde. Mit meinem Einverständnis konnte ein Mitarbeiter Geld für die Bedürfnisse meiner Tochter abholen. Darüber wurde buchgeführt.
Im Rahmen der Inklusion mußten die Sparbücher gekündigt werden und meine Tochter ein Girokonto mit EC Karte bekommen, damit sie ihr Geld selbst abholen kann. Meine Tochter hat überhaupt kein Verständnis für Geld, kann nicht sprechen und nicht alleine zur Bank.
Also frag ich mich, wer ist hier behindert?
Ich könnte hier ein Buch schreiben, aber das sprengt wohl den Rahmen.
Da ich gerade heute wieder so eine irrsinnige “Zwangsinklusion” erlebt habe, war mir diese Seite gerade recht um zu diesen hoch geputschten Thema meinen Unmut zu äußern.
Nein, ich will keine Inklusion für meine Tochter, sondern ich möchte das sie ihrer Eigenart entsprechend leben kann und so wie sie ist anerkannt wird.