Rudern für den Führer?

Peter Nied

So, nun haben wir bald wieder für vier Jahre Pause vor Hecheln, Keuchen, Lachen, Weinen, Rennen und Hüpfen. Eine Olympiade mit viel sportlicher Leistung aber auch mit viel kuriosem Beiwerk geht zu Ende. Und ich denke, die Deutschen haben sich gut geschlagen.
Immerhin haben wir eine neue Disziplin bei der Vergabe der Medaillen erfunden: fast Gold, beinahe Silber und nah an Bronze. Davon haben wir immerhin jede Menge geholt.
Da waren asiatische Betrügerinnen schon längst auf dem Rückflug und gedopte Kämpfer saßen schon auf dem Zuschauerrang.

Unerwartet kam dann noch mitten in den Deutschen Medaillen-Regen der ganz dicke Knall: Eine nette blonde Dame saß im Ruderboot zu weit rechts. Jetzt versuchten die Deutschen mitten in London ihre politische Vergangenheit aufzuarbeiten. War oder ist der Freund der Blonden in einer Nazipartei? Wie ist aktuell ihre Gesinnung? Wer schon nix gewinnt, besorgt sich selbst eine Schlammschlacht. Und dann kommt das Sahnehäubchen: Auftritt Bundesminister der Verteidigung! Er springt in die Bresche und bricht eine Lanze…aber auch er verpasst eine Medaille. Und ich dachte schon, wir hätten wen angegriffen.
In diesem Sinne: immer schön sportlich bleiben.

Erstellt von am 10 08 2012. Publiziert unter Glossiert. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

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