Solingen: Grüne greifen Bürgervorschläge auf

Solingen/ Ein Vorschlag der Solinger Bürger zum Haushalt der Stadt war die Einrichtung eines Taubenschlages. Durch gezielte Entnahme der Gelege sollte die Vermehrung der Wildtauben in der Stadt eingedämmt werden.

Bündnis90/Die Grünen -offene Liste hat diese Bürgeridee aufgenommen und sich mit Initiativen zu dem Thema in anderen Städten in Verbindung gesetzt. Dabei stellte sich heraus, dass diese Taubenschläge regelmäßig gereinigt und gepflegt werden müssen, um angenommen zu werden. Das setzt entweder verlässliche kostenlose Hilfe von Tierfreunden oder dauerhafte städtische Ausgaben voraus.

Als natürliche und preiswerte Alternative schlägt die tierschutzpolitische Sprecherin der Solinger Grünen, Gisela Weih, vor, Nisthilfen für Turm – oder Wanderfalken an hohen Gebäuden in der Stadt anzubringen. Nach Rücksprache mit dem Falkner von Schloss Burg ist dies ein gangbarer Weg, der erfolgversprechend sei, da allein die Gegenwart von Falken Tauben vergrämt. In der Auffangstation Wuppertal für Greifvögel gäbe es immer mal wieder Jungtiere, die erfolgreich ausgewildert und an bestimmten Stellen angesiedelt werden können.

Außer den überschaubaren Kosten für die Nistkästen, ihre Anbringung und eine fachliche Begleitung zu Anfang gäbe es kaum laufende Folge-Ausgaben. Außerdem wird damit auch der Artenschutz gefördert. Städte wie Groß-Gerau zum Beispiel machen es vor.

Die Fraktion B90/Die Grünen – offene Liste wird dazu einen Antrag zum Haushalt stellen. Auch weitere Bürgervorschläge werden so von den Grünen aktiv in ihren Haushaltsberatungen aufgenommen und für die kommenden Haushaltsberatungen zur Abstimmung gestellt.

Erstellt von am 16 08 2012. Publiziert unter Politik. Sie können alle Kommentare verfolgen via RSS 2.0. Die Kommentar- und Pingfunktion ist deaktiviert

Einen Kommentar Für “Solingen: Grüne greifen Bürgervorschläge auf”

  1. Klaus Kretzschmar

    Toll, ihr Grüne, es werden mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen! Wildtauben fallen unter das Jagdrecht bzw. die ArtenschutzVo. Hier soll es sich wohl um verwilderte Haustauben handeln. Die Idee mit den Greifvögeln ist alt und überholt. Haben diese “Fachleute” einmal daran gedacht was so ein armer Greif beim Fressen einer Haustaube noch aufnimmt? Schon einmal von Chlamydien-, Listerien-, Salmonellen-, Staphylococcen-, Streptococcen-, Yersinien-, Paramyxoviren-, Kokzidien etc.etc. gehört, Oder von Zecken, Milben, Wanzen, Flöhen und nicht zu vergessen die zahlreichen Wurmarten, die in so einer verwilderten Haustaube vorhanden sind. Wie lange soll ein Greifvogel mit einer derartigen Belastung Leben bzw. sich Vermehren?
    Liebe Grüne Fachleute, macht erst einmal eure Hausaufgaben,bevor ihr einem sparwilligen Haushaltspolitiker solche unsinnigen Vorschläge unterbreitet.

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